Home

Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Diese Seite ist gut, denn sie bietet eine einwandfreie Möglichkeit, in allen Beiträgen herumzustöbern, die im Rahmen von EB&MD veröffentlicht worden sind.

Aktuelle Themen

zu den Themen

“Ihre Frisur rizzt heute aber wirklich ausgesprochen gut” hat mal Frau Meisendraht zu mir gesagt, als ich morgens gerade völlig
"BÄMBÄMBÄM!" Es war erst zehn Uhr vormittags, als ich an meiner Detektei ein Klopfen hörte. Ich bellte: "WIR HAM JESCHLOSSN
"Spoiler-Alarm: Es gibt keine einzige (...) Definition der "Kunst"." (www.daskreativeuniversum.de)

Neue Textbeiträge

Beiträge Hörspiele

Andreas Prucker: Dummes Gerede im Fluchtzug und … was folgt daraus.

Dummes Gerede.Zukunft icke träume von dir.Aber Gegenwart Ich habe Wut und brauch Blut, bin beleidigt und der reine Hass über einpolitisches Kettensägenmassaker und du Vergangenheit, du hältst den Rand.Ne tue ich nicht, ich will mehr Ausdehnung für den Immerkrieg.Und so ….Captain.Ja Spock.Faszinierend. Wir kommen nicht weiter voran, da sich das Universum genau in derGeschwindigkeit ausdehnt in der die Enterprise in diesem Raum fliegt und somit befinden wir unsin toter Zeit gefangen, dafür bleibt uns aber viel Zeit um Geschichten erzählen zu können, die mitLogik nichts zu tun haben.Chekov nehmen Sie Kurs auf … . … auf die perfekte Begleitung.Eigentlich wollen...
Read More
Beiträge Erzählung

Matt S. Bakausky: Das Finale

Nach einer zwanzigstündigen Reise checke ich in meiner AirBNB Villa in Kathmandu ein. Popcorn für die Microwelle, sowie Sateliteninternet habe ich mitgebracht. Noch 23 Stunden bis zum Finale. Von hier aus werde ich es beobachten. Ich setze Bitcoin im Wert von 24 Millionen US-Dollar auf das rote Team. Mit Sonnenbrille und Hoodie sitze ich bei einem eisgekühlten Cocktail vor dem Gerät. Noch kurz die News checken. Alles läuft nach Plan. Team Blau fühlt sich siegessicher, hat es doch schon in den Vorrunden gut abgeschnitten. Doch Team Rot konnte in der Zwischenzeit zugewinnen und zählt jetzt 24 Millionen elektronische Staubsauger der...
Read More
Beiträge Erzählung Prosa

Jörg Hilse: Showdown in den Vogesen

Am Vormittag des 10.Mai 2005, gerade als sich André Wissembourg im staatlichen Automuseum von Mulhouse daran macht die Sitzpolsterung eines 1931er Bugatti aus der Schlumpf-Sammlung mit Lederfett einzureiben, steigt Jacques Lanthier, pensionierter Angestellter der Bank Credit Agricole in den Regionalzug nach Kruth um seine Schwester Severine in Saint Amarin zu besuchen. Fünf Minuten vor der Abfahrt betritt ein Fahrgast den Waggon dessen sportliches Outfit eine gewisse Aufmerksamkeit erregt. Denn obwohl der Mann mit seiner Begleitung sich in einer Sprache unterhält, die Monsieur Lanthier auf Deutsch schließen lässt, trägt er dennoch Trikot und Hose eines französischen Radrennstalls der allgemein nicht ganz...
Read More
Beiträge Lyrik

David Telgin: Finale II

Wartenauf das Spiel Bis zum Finalesteigt die Spannung Das Publikum,gebannt und jubelnd Wer wird triumphieren,wer im Schatten stehen? Im strahlenden Lichtermeernur noch Sekunden Auf Großbildschirmenin hoher Auflösung übertragen Welt außer Atemin Jubel und Trauer.
Read More
Beiträge Lyrik

David Telgin: Finale

Finale,Applaus Schlussund aus Doch nochkein Ade, Die Blätterverwehen im Wind Still fälltder Schnee Die Spielegehen weiter, Immer weiter,Allez, allez!
Read More
Beiträge Erzählung Prosa

FD: Die Finale Stufe

Seit wann und wie lange die Treppe schon bestanden hatte, ließ sich nicht genau feststellen. An den Tagen nach der Entdeckung wurden zunächst Grundbucheinträge und Aufzeichnungen der alten Ruine gewälzt, ohne einen Hinweis auf eine in der Tiefe liegende Ebene zu finden. Der ehemalige Hof hatte einen Keller, die Treppenanlage an der Grenze des Grundstücks war jedoch nirgends verzeichnet. Zu Beginn weckte die Treppe vor allem die Neugierde der Anwohner der nahegelegenen Siedlung.Tagsüber liefen Spaziergängerinnen vorbei und warfen neugierige Blicke in die Tiefe, am späteren Abend trafen sich Gruppen Jugendlicher und forderten sich gegenseitig heraus, der Treppe ins Dunkel nach...
Read More
Beiträge Kommentar

Christian Knieps: Number Two

Das Finale in einem Wettbewerb ist schon eine eigenartige Sache, denn bis dahin haben die Teilnehmer – insbesondere, wenn es nur zwei Gegner sind – alles gegeben, um an diesen Punkt zu gelangen, an dessen Ende es aber nur einen Sieger geben wird.Die Zuschauer fiebern derweil oft auf dieses Ereignis hin, in der Hoffnung, dass ihr Favorit am Ende den Sieg davontragen wird, und obwohl auch viele für den Underdog sind, interessieren die meisten sich dennoch für die Sieger – das hat sich in all den Jahren nicht geändert, obwohl die Gesellschaft doch vermeintlich objektiver und vor allem wertschätzender der...
Read More
Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: LIFE IS BUT A DREAM II

ich schloss die Augen, um etwas zu schlafenam Ufer, wo das Spiegelbild verwischtwar eine Tür, ein Wald und dichter Regengelüftet von der Sonne, die durchschien wie eine Flüsterstimme »Laut« in allembrach sie mich auf, sodass ich weitergingbis dieser Rahmen in den Jahren endetund ich in deinem Pfirsichgarten stehe Schneesturm Krach Sound Close-up gefühlter Leeredekonstruiert bis in das Klangdetailder kalten Wärme zwischen Berg & Höhe die hinterm Tunnel wartet, wo nichts scheintals wie ein Tagestraumausflug in Bildernwach auf! sei mein Begleiter Schmetterling…
Read More
Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: I shot the sheriff

ein Schuss Ficktion einer 9mm großen bis der Film zu Ende geht
Read More
Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: GRÄTENWALD

vor uns ein Wald mit scharfen BlätterkronenGrattage like Raumgitter, Wundgestrüppder Grenze oder, was wir dafür haltendie zwischen dir und dem Dahinter steht das unbewusst Wachsmal den Durchrieb maltebis auf die blanken Knochen, dem Gerüstwas dich am Tage durch das Blendwerk führteaus abstrahierten Bildern in 3D wach auf! die Sonne kitzelt deine LiderDADA zu einem neuen Bildmotivder schräg geformten Seitentriebe aus Pollenstaub, der Sonne im Fischgrätdie diese Flechtstruktur durchscheinen konnte:ein Privileg zu werden, der man(n) ist…
Read More
Beiträge Lyrik Web Exclusive

Bastian Kienitz – DOBALE | SANKOFA

wenn du nach hinten schaust, sieht man nach vorneDOBALE | SANKOWA auf grauem Grundder Gelatine AN verstreuter Farbendie wie ein Geist im Tageslicht verwehen Leuchtspuren, an dem Rand der Blätter, ZweigeNaturselbstdruck auf immerschwarzem Grunddes Grundes eines Silbenschwermetallesleitfähig, wie die Dunkelheit der Nacht sagst du und reibst dich an dem Licht der Strahlendie ausgesendet deinen Körper streifenum aus der Dunkelheit MEHRHAUCH zu holen das überschäumt aus jeder Welle brichtdie du aussendest, um mich mitzunehmento make new Love, bis uns das Licht ausgeht…
Read More
Beiträge Lyrik

David Telgin: Spanische Treppe

Zu viele StufenZu wenig Luft Vielleichtbeim nächsten Mal.
Read More
Beiträge Lyrik

David Telgin: Trevi-Brunnen

Wer Münzenin den Trevi-Brunnen wirft Der kommtwieder nach Rom Um sein Glückzu finden sagtdie Legende ca. 3000 Europro Tag Die fastjeden Morgen Aus dem Brunnengefischt werden Und die Stadtkassefreut sich Wenn duwiederkommst.
Read More
Beiträge Prosa

Christian Knieps: Sehnsuchtserinnerung

Viele Schülerinnen und Schüler hatten bestimmt die Möglichkeit, in der Jugend mit der Schule einen Ort zu besuchen, der im späteren Leben eine Art Sehnsuchtsort werden könnte. Bei mir waren zwei Italienreisen mit unterschiedlichen Schulen Ausgangspunkt für meine Sehnsucht nach diesem Land, das schon seit mehreren Jahrzehnten die Deutschen fast magisch anzieht. Auch schon zu Zeiten der Aufklärung und der folgenden Romantik sehnten sich viele nach dem Land im Süden, und diejenigen, die Italien als Studienreise besuchen konnten, schwärmten ihren Zeitgenossen vor, welche Bildung in diesen Landstrichen zu erlangen sei. So toll das klingen mag – das alles interessiert einen...
Read More
Beiträge Drama Hörspiele Radiostück

FD: Rom 2125

Leises Motorensummen. Rauschen einer Klimaanlage. A: Viele Wege führen nach Rom. B: Auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut. A: Eulen nach Rom tragen. B: Athen. Das war Athen. C rührt gelangweilt in ihrem Kaffee: Was soll denn bitte Athen sein? B: Die Hauptstadt von Griechenland. A: Ehemalige Hauptstadt. C: Noch so ein Haufen alter Ruinen? A: So ungefähr. Bist du sicher, dass es Athen war? Warum sollte man Eulen nach Athen tragen? C: Warum sollte man überhaupt irgendwohin Eulen tragen? B: Genau darum geht es doch! C: Aha. A: Ich glaube ja, dass es Rom war. B: Gut....
Read More
Beiträge Prosa Tagebucheintrag

Sophie Stiller: Feb 10

Read More
Beiträge Erzählung Prosa

Jörg Hilse: Ich bin ein Römer

Read More
Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: Sichtverschiebung

die Rahmenhandlung deinerSichtverschiebung ist einDrama in drei Akten als man den Ganghinunterging herrschteTotenstille in den Alkovenflatterten die Bettlakenwie totgeglaubteSchmetterlingsflügel in denensich der Schlafende selbstin einem Kokon der Leidenwälzte die Stadt ist ausgekochtund schiebt sich blaukehligin den Mittelpunkt einesRasters der die optische Valenzin den Bandlücken biszum äußersten treibt in jedem Stockwerkherrscht bereits absoluterNullpunkt…
Read More
Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: Römisches Theater

Ein Kurzvers, frei nach: Regeldrama Vorhang aufdie Erstesollte es vielleichtnicht seindann aberdie Zweite…Applaus, es wird wärmerin Akt Nr. 3du hast die Redeübernommenund schau diesenvortrefflichen Charakterder voll der Liebe ist. Punkt.
Read More
Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: Kirchenflor

 Jede Nacht an der Kirchegeht auch die Uhr zurückund streift die alte Birkemit ihrem schwarzen Stückvon einem Schauspiel –Schatten,die zu unser aller Glücknicht mehr sind als Rattenaus den tiefen Kellerlöchernum unseren Verstand zu fassen
Read More
1 3 4 5 6 7 48

#0095 – Komplimente

“Ihre Frisur rizzt heute aber wirklich ausgesprochen gut” hat mal Frau Meisendraht zu mir gesagt, als ich morgens gerade völlig zerstört und mit tieffliegenden Augenringen (bei uns Papageyen ohnehin Dauerzustand) vom feiern heim kam, und sie schon wie immer über-pünktlich im Radio-Z-Redaktionsraum saß. Ein bisschen vergackeiert kam ich mir ja schon, aber irgendwie auch gut und verwegen.

Und da schließt unsere diesmalige Ausgabe quasi nahtlos an: Komplimente. Was sind sie, wer darf sie geben und wo hört der Spaß aber auch wirklich auf? Unsere beiden Radioknigges Eisi und Meisi nehmen sich dieser und vielen anderen Fragen an. Dazugeladen haben sie sich mal wieder die allseits beliebte und geschätzte Kollegin Fanny Weisenrat aus Wien, die uns von den Bergen herunter ihre ganz eigene Sicht in die Sendung hineinjodelt.

Wir fragen uns, ob Goethe eigentlich ein Incel war, schauen uns mal wieder ein wenig in der griechischen Mythologie um und komplimentieren auf mehrfachen Wunsch hin Damenbärte, dass es eine Art hat.

Dazu gesellen sich die Texte unseres Autor:innenpools, die aber auf die positiven Zuschreibungsklötze hauen, dass die Erde bebt. Dazu wird Chopin gereicht und zack, ist sie fertig: eine vollumfängliche Ausgabe von Eisenbart & Meisendraht.

einen interessanten Körpergeruch
wünscht ihnen
ihr Pappy, der Redaktionspapgey


Die Texte

Die Autor:innen

  • Christian Knieps
  • David Telgin
  • Bastian Kienitz
  • Andreas Prucker

Die Sprecher:innen

  • Hannes

#0094 – Krimi

„BÄMBÄMBÄM!“ Es war erst zehn Uhr vormittags, als ich an meiner Detektei ein Klopfen hörte. Ich bellte: „WIR HAM JESCHLOSSN VERDAMMTE SCHEISE!“ und exte meinen zweiten Bourbon. Die Käfigtür öffnete sich und dann stand sie im Raum. Diesen Anblick werde ich nie vergessen: das üppige Federkleid, der Schnabel scharf und doch sinnlich wie ein italienischer Rapier und Beinchen, ja, Beinchen bis zum Boden. Himmelherrgott, wahrscheinlich wird die Erinnerung an sie das Letzte sein, woran ich denken werde, bevor sie mich irgendwann mit den Krallen voraus hier raustragen. Sie krähte mir etwas entgegen und ich verstand sofort: Sie wollte Hilfe mit irgendeiner Sache. Hab für sie eine Redaktion gefunden, wo sie Texte veröffentlichen kann. Hab‘ seitdem nie wieder was von ihr gehört.Jedenfalls Eisenbart und Meisendraht haben die Sendung auch so wieder vollgekriegt. Unsere beiden Radiospurensucher:innen wühlen sich durch Vidocqt, über Whodunits, Poe, Max Frisch und wollen nichts mehr hören vom True-Crime-Hype. Und die große Frage der deutschen Literatur bleibt selbstverständlich nicht ungefragt: War Goethe ein Krimineller? So durchleuchten sie das Genre des Krimi bis in die tiefsten Poren, mit so ner Lampe, die direkt ins Gesicht des Genres, das kennen sie bestimmt, ist eine ausgebuffte Verhörmethode, sag ich ihnen. naja.

Unser original EBMD-Autor*innenpool hat wieder mal so viel durch die Farbbänder getackert, dass sich die Haare am Körper in die Senkrechte bewegen, nicht der Temperatur wegen, sondern eher so auf Suspense-Basis, glaub. Flankiert werden diese neuen Exklusivbeiträge von immer noch genießbaren Texten aus dem stetig sich erweiterndem EBMD-Archiv, denn auch schon früher wussten Menschen, wie man über Verbrechen respektive deren Aufklärung schreibt.

Halten Sie Augen und Ohren offen!
Ihr Pappy, der Redaktionspapgey


Die Texte

Die Autor:innen

Die Sprecher:innen

#0093 – Kunst (Gast: Hr.Knödel)

Atemberaubend! Überall Striche, jedes Barthaar ist erkennbar! Ganz, ganz wunderbar mein Herr. So oder so ähnlich klang es wohl des Öfteren in Albrecht Dürers Atelier am Albrecht-Dürer-Platz, wenn wieder rot besamtete Patrizier aufliefen, um dem jungen Altmeister eines seiner Werke unterm Hintern wegzukaufen. Kunst halt!

Und in genau diese Stiefel ziehen sich unsere beiden Radiokurator:innen Eisi (remote) und Meisi (on-site) an und stapfen los in die wirren der Kunstgeschichte, die ja bekanntlich so alt ist, wie der Traum vom fliegen, der ja seinerseits auch schon einige Lenze zählt. Da Herr Eisenbart mal wieder unpässlich ist, hat er uns ein Lexikon der Kumfstbegriffe erstellt, in das wir auch gerne mal hineinhören.

Frau Meisendraht indes hat sich im Schnelldurchlauf die gesamte westliche Kunstgeschichte in den Schlund gestopft und göbelt sie uns, einer Vogelmutter gleich,  ganz frisch-fröhlich in die Schnäbel. Das tut sie aber nicht alleine, denn zu zweit ist einfach besser: Herr Chillbert Knödel vom “Uhu-Ball-institut für zeitvergessene Knust” hat sich bereit erklärt, uns seine Expertise in Form von hinein geworfenen Kommentaren zur Verfügung zu stellen, was wir natürlich mit Handkuss annehmen, gefälligst.

Es soll also von der Steinzeit über die Antike bis hin in die Jetztzeit um alles gehen, was die Kunstgeschichte so hervorgebracht hat: Wehrkirchen, Individuen und Genies, Ohren und Brunnen spielen Rollen in dieser ziselierten Revue des Ausdrucks. Und am Ende definieren wir sogar den Kunstbegriff.

Natürlich wieder dabei: Die schillernden Texte unseres original EBMD-Autor:innenpools, die um uns in einem schwindelerregenden Reigen herumtanzen und unsere Herzen erfreuen. 

Prösterchen

Ihr Pappy, der Redaktionspapgey

Die Texte

Die Autor:innen

Die Sprecher:innen