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Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Diese Seite ist gut, denn sie bietet eine einwandfreie Möglichkeit, in allen Beiträgen herumzustöbern, die im Rahmen von EB&MD veröffentlicht worden sind.

Aktuelle Themen

zu den Themen

“Ihre Frisur rizzt heute aber wirklich ausgesprochen gut” hat mal Frau Meisendraht zu mir gesagt, als ich morgens gerade völlig
"BÄMBÄMBÄM!" Es war erst zehn Uhr vormittags, als ich an meiner Detektei ein Klopfen hörte. Ich bellte: "WIR HAM JESCHLOSSN
"Spoiler-Alarm: Es gibt keine einzige (...) Definition der "Kunst"." (www.daskreativeuniversum.de)

Neue Textbeiträge

Beiträge Lyrik

Maria Fischer: Eingehauchtes Leben

Gezaubert auf die Leinwandmit jedem einzelnen Pinselstrich. Geformt aus euren Händenerweckt ihr Ton, Stein oder anderes zu neuem Leben. Auf der Bühne gespieltwerden eure tiefsten Gedankenmal frontal mal versteckt hör - und sichtbar. Aus der Seele gebrülltjede einzelne Note gefülltmit der Farbe eures Herzens. Eingefangen vor eurer Linseverwandelt sich das scheinbarreale Photoobjekt mit eurer Phantasie in ein Neues. Getanzt mit jedereurer frischen und innigsten Bewegungenvollführt ihr ein Ballett der Freude. Mit dem Stift in der Hand und wilden Ideen aus eurem Geistwerft ihr eure lebenden Figuren und bewegende Szenen vor unser Auge. Mit dem Mikrofon vor dem Mundtransportiert eure Stimme...
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Beiträge Kommentar Sprachnachricht

Ella:r Gülden: Hai in Formaldeyd

Dieser Hai in Formaldehyd Und viele Leute haben Kinder, manche welche mit Lernschwierigkeiten und besonderen Bedürfnissen Manche Leute fühlen sich provoziert durch ein schwarzes Quadrat, andere oder manche derselben haben ein Auto geleast und/oder waren nicht bei wichtigen Vorsorgeuntersuchungen  Manche Leute nehmen ihre Probleme nicht ernst. Manche haben ganz andere  Manchen ist zu oft fad  Andere fühlen sich in ihrer Ehe gefangen und gehen ungern ins Theater, gehen aber trotzdem. Bei wieder anderen ist es so mit der Kirche 
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Beiträge

David Telgin: Vincent für einen Augenblick

Als Vincent van Goghsie malte Wie gefühltWie eins Mit der Natur Die Sonnenblumen,die er 1888 in Arl malte Er nannte sieeine „Symphonie in Blau und Gelb“ Aber er musstesich beeilen Sie verwelktenviel zu schnell.
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Kunst

RücktVer-rückt Sie machtsichtbar GestaltetFormt Skulptur MenschGesellschaft"Die soziale Plastik"wie Beuys sagte.
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Beiträge Prosa

Lisa Neher: Kunst.

Ich war 20 Jahre alt, als ich mich an der Akademie der Bildenden Künste bewarbund ich will euch gar nichts vormachen, will gleich raus mit der Sprache: Ich wurdenicht genommen. Aber nochmal ein paar Schritte zurück: Zumindest meine Mappewurde für interessant befunden, mein ganzes jugendliches Herz steckte darin,meine Träume, meine Glaubenssätze. Schaut man heute in das Weltgeschehen,das oft so groß und grausam ist, lässt sich meine Kunst von damals als ein bravesAufbäumen zusammenfassen. Denn ich kam aus Bullerbü und da war die Welt einBilderbuch, wie Schweden im Sommer, wo die Sonne immer scheint und die Nachtniemals wirklich dunkel genannt werden...
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Beiträge konkrete Poesie Radiostück

Katrin Rauch: Kunstbegriffe

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Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: Verdrehte Welt

pure Schneeverwehungin denHinterlassenschaftender Herzeneine Belichtungskammerdie deinen Umrissnachzeichnetum hinterdie Schraffierung derLebenslinie zu schauenmit jedem Schuss verlierstdu einen Teil deiner Seele
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Beiträge Prosa Sachtext

Christian Knieps: Tödliches Schicksal

Am 28. Juli 1914 erklärte Österreich-Ungarn den Serben den Krieg. Der Erste Weltkrieg brach aus. August Macke meldete sich freiwillig und wurde Anfang August zur Infanterie eingezogen. Er starb am 26. September 1914 27-jährig an der Westfront in der Champagne, bei Perthes-lés-Hurlus. Franz Marc meldete sich ebenfalls im August und wurde wie sein Freund in Frankreich stationiert. Trotz des Todes seines Freunds blieb die Überhöhung des Krieges Element seines Denkens. In seinen Briefen aus dem Feld erkennt man das deckungsgleiche Denken mit Thomas Mann, der in Europa einen Kranken sah, der durch den Krieg geläutert werden müsse. Erst nach und...
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Beiträge Prosa

Christian Knieps: Gon

Allister McAllister bekam an einem sonnigen Mainachmittag ein Päckchen zugestellt, in dem er ein schmales Heftchen fand – wenn man es denn so nennen möchte, da es kaum mehr als eine lose Blattsammlung zwischen zwei alternden Klappdeckeln war –, und kaum, dass er die oberste Seite des Textes auch nur zu lesen begonnen hatte, war er in einer Welt gefangen, die ihn Zeit seines Lebens nicht mehr loslassen sollte: Gon.Noch nie zuvor in seinem Leben hatte Allister McAllister von diesem Wort gehört, nicht mal in seiner Arbeit als Historiker war ihm dieses Wort untergekommen. Doch nun lag es vor ihm,...
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Zerstritten

Die Familiezerstritten Seit Jahrenkein Kontakt mehr Nichtein Gespräch Nach dem Todder Eltern Hass und Gierhaben sie entfremdet Geld war dickerals Blut Vom Familienbandblieb kein Faden.
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Familie II

Die Idylletrügt Was verbirgt sichhinter der Fassade? Wie viel Streitund Leid? Familie Das wareinmal.
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Familie I

Familiewill sein Aber istnicht immer Doch manchmal besserals gar nichts.
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Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: Vor Anker

  wer weiß wohin die Reise geht, ich nichtvon minutiös wächst mir der Horizontins Nachlicht und erinnert sichan das alte Fotogen und Spuren, die gekonntdie Sichtverschiebung stark ins Blau verschieben:im Sommer haben wir gesonntim Winter bleibst du ziellos liegenund zählst das Raufaser in deiner Handdie Linien, die nicht mehr verzweigen,geformt zu einem Strom und einem Band…
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Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: Ein Kommen und Gehen

ein Kommen, und gehenwir miteinanderein kleinesStück zusammen bis unsunser Traum wieder nach Hause ruft…
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Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz – auf Grund

auf Grundvon… Liebe Krakeleeich auf demZettel meine Worte so dahin
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Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: [Der Staub der Kanäle]

Der Staub der Kanäle, das Wechselprogramm,die Zeitschrift ein Muster für Taten und Drang:du zappst durch die Stunden (erst vor, dann zurück)inmitten des Raumes; was hast du doch Glück. Ein Kind in den Armen, der saugende Mundin einem Fahrzeug, ich suche dich undnach einem Zentrum, einer Mitte, die Stadt:ich fahre und fahre, dass Kind trinkt sich satt.
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Beiträge Prosa

Andreas Prucker: Die heilige Chimäre

Die heilige Chimäre einer Familie werde ich nie richtig verstehen. Schon bin ich am Endanfang der Zukunft angelangt. Schaue ich hörend ZDF oder ARD, oder Radio Z, so habe ich einen bestimmten Geist im Kopf. Schaue ich anderes und Tiktok, so ist mein Geist komplett im widersprüchlichen verloren. Und was macht das mit der Identität, die sich im Präfrontalen Cortex bildet und dies Vermächtnis uns in Zukünftiges lenken soll? Es ist egal was sich da über ein wie bildet, denn wir denken uns eh, im falschen kann man viel richtig machen und wählen also durch Fehlinformationen, wie durch falsche Sichtweisen,...
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Beiträge Lyrik

Ella Carina Werner: Feministische Tiergedichte

Alles unter einen Hut kriegt die Krakin. Die hat’s gut. Mit einem Arm spielt sie Klavier, mit dreien kippt sie Bier um Bier und mit den allerletzten vieren kann sie fröhlich masturbieren.  Zum Kater sprach die Katze: „Du putzt das Haus, ich ratze.“ Das tat er. (Es war ein moderater Kater).  Im Grase ruft die Schlangendame: „Seht her, ich habe keine Arme! Ein Glück. So kann ich gar nicht putzen, keine Rosensträucher stutzen, nie Socken ineinander knäulen und dem Gatten keinen keulen. Ich kann nur liegen, kriechen, krauchen ... und ab und an mal eine rauchen.“  https://archive.org/embed/e-werner-tiergedichte-1 Zum Hengst sagt die Stute: „Hör mal, ich...
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Beiträge Lyrik Radiostück

Katrin Rauch: wawiwië

vater mutter kind kegel haus hundvater mutter kind kegel haus hundvater mutter kind kegel haus hund kater futter rind schlegel haut huhnpater luther sind flegel chaos kundvater mutter kind kegel haus hund water kutter wind pegel raus runddater butter find wegel laus mundvater mutter kind kegel haus hund mater vutter grind egel graus schundzater zutter zind zegel zaus zundvater mutter kind kegel haus hund lager gucker bim efe paut lund a e   u  e   i    e e   au   uvater mutter kind kegel haus hund wawe wuwwe wIw wewew wau wuerror error error error error errorvater mutter kind kegel haus hundvater mutter...
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Beiträge Prosa

Christian Knieps: Ertrinkendes Europa

Schweißgebadet wälzt sich Carl Gustav Jung in seinem Bett hin und her, schreit innerlich nach Erlösung, krampft in seinem Wesen, kämpft mit aller Macht gegen sich selbst an und kann am Ende diesen Kampf nicht gewinnen. Das weiß er, das weiß sein Unterbewusstsein, und das weiß er auch in seiner Traumwelt, die er dennoch mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen, verfluchen, ja, gar zerstören will. C. G. Jung will seine Träume zerstören, die seit der von ihm eingeleiteten und streng forcierten Trennung von seinem geistigen Übervater Sigmund Freud immer gewalttätiger werden, immer härter, immer bösartiger, Träume, die von...
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#0095 – Komplimente

“Ihre Frisur rizzt heute aber wirklich ausgesprochen gut” hat mal Frau Meisendraht zu mir gesagt, als ich morgens gerade völlig zerstört und mit tieffliegenden Augenringen (bei uns Papageyen ohnehin Dauerzustand) vom feiern heim kam, und sie schon wie immer über-pünktlich im Radio-Z-Redaktionsraum saß. Ein bisschen vergackeiert kam ich mir ja schon, aber irgendwie auch gut und verwegen.

Und da schließt unsere diesmalige Ausgabe quasi nahtlos an: Komplimente. Was sind sie, wer darf sie geben und wo hört der Spaß aber auch wirklich auf? Unsere beiden Radioknigges Eisi und Meisi nehmen sich dieser und vielen anderen Fragen an. Dazugeladen haben sie sich mal wieder die allseits beliebte und geschätzte Kollegin Fanny Weisenrat aus Wien, die uns von den Bergen herunter ihre ganz eigene Sicht in die Sendung hineinjodelt.

Wir fragen uns, ob Goethe eigentlich ein Incel war, schauen uns mal wieder ein wenig in der griechischen Mythologie um und komplimentieren auf mehrfachen Wunsch hin Damenbärte, dass es eine Art hat.

Dazu gesellen sich die Texte unseres Autor:innenpools, die aber auf die positiven Zuschreibungsklötze hauen, dass die Erde bebt. Dazu wird Chopin gereicht und zack, ist sie fertig: eine vollumfängliche Ausgabe von Eisenbart & Meisendraht.

einen interessanten Körpergeruch
wünscht ihnen
ihr Pappy, der Redaktionspapgey


Die Texte

Die Autor:innen

  • Christian Knieps
  • David Telgin
  • Bastian Kienitz
  • Andreas Prucker

Die Sprecher:innen

  • Hannes

#0094 – Krimi

„BÄMBÄMBÄM!“ Es war erst zehn Uhr vormittags, als ich an meiner Detektei ein Klopfen hörte. Ich bellte: „WIR HAM JESCHLOSSN VERDAMMTE SCHEISE!“ und exte meinen zweiten Bourbon. Die Käfigtür öffnete sich und dann stand sie im Raum. Diesen Anblick werde ich nie vergessen: das üppige Federkleid, der Schnabel scharf und doch sinnlich wie ein italienischer Rapier und Beinchen, ja, Beinchen bis zum Boden. Himmelherrgott, wahrscheinlich wird die Erinnerung an sie das Letzte sein, woran ich denken werde, bevor sie mich irgendwann mit den Krallen voraus hier raustragen. Sie krähte mir etwas entgegen und ich verstand sofort: Sie wollte Hilfe mit irgendeiner Sache. Hab für sie eine Redaktion gefunden, wo sie Texte veröffentlichen kann. Hab‘ seitdem nie wieder was von ihr gehört.Jedenfalls Eisenbart und Meisendraht haben die Sendung auch so wieder vollgekriegt. Unsere beiden Radiospurensucher:innen wühlen sich durch Vidocqt, über Whodunits, Poe, Max Frisch und wollen nichts mehr hören vom True-Crime-Hype. Und die große Frage der deutschen Literatur bleibt selbstverständlich nicht ungefragt: War Goethe ein Krimineller? So durchleuchten sie das Genre des Krimi bis in die tiefsten Poren, mit so ner Lampe, die direkt ins Gesicht des Genres, das kennen sie bestimmt, ist eine ausgebuffte Verhörmethode, sag ich ihnen. naja.

Unser original EBMD-Autor*innenpool hat wieder mal so viel durch die Farbbänder getackert, dass sich die Haare am Körper in die Senkrechte bewegen, nicht der Temperatur wegen, sondern eher so auf Suspense-Basis, glaub. Flankiert werden diese neuen Exklusivbeiträge von immer noch genießbaren Texten aus dem stetig sich erweiterndem EBMD-Archiv, denn auch schon früher wussten Menschen, wie man über Verbrechen respektive deren Aufklärung schreibt.

Halten Sie Augen und Ohren offen!
Ihr Pappy, der Redaktionspapgey


Die Texte

Die Autor:innen

Die Sprecher:innen

#0093 – Kunst (Gast: Hr.Knödel)

Atemberaubend! Überall Striche, jedes Barthaar ist erkennbar! Ganz, ganz wunderbar mein Herr. So oder so ähnlich klang es wohl des Öfteren in Albrecht Dürers Atelier am Albrecht-Dürer-Platz, wenn wieder rot besamtete Patrizier aufliefen, um dem jungen Altmeister eines seiner Werke unterm Hintern wegzukaufen. Kunst halt!

Und in genau diese Stiefel ziehen sich unsere beiden Radiokurator:innen Eisi (remote) und Meisi (on-site) an und stapfen los in die wirren der Kunstgeschichte, die ja bekanntlich so alt ist, wie der Traum vom fliegen, der ja seinerseits auch schon einige Lenze zählt. Da Herr Eisenbart mal wieder unpässlich ist, hat er uns ein Lexikon der Kumfstbegriffe erstellt, in das wir auch gerne mal hineinhören.

Frau Meisendraht indes hat sich im Schnelldurchlauf die gesamte westliche Kunstgeschichte in den Schlund gestopft und göbelt sie uns, einer Vogelmutter gleich,  ganz frisch-fröhlich in die Schnäbel. Das tut sie aber nicht alleine, denn zu zweit ist einfach besser: Herr Chillbert Knödel vom “Uhu-Ball-institut für zeitvergessene Knust” hat sich bereit erklärt, uns seine Expertise in Form von hinein geworfenen Kommentaren zur Verfügung zu stellen, was wir natürlich mit Handkuss annehmen, gefälligst.

Es soll also von der Steinzeit über die Antike bis hin in die Jetztzeit um alles gehen, was die Kunstgeschichte so hervorgebracht hat: Wehrkirchen, Individuen und Genies, Ohren und Brunnen spielen Rollen in dieser ziselierten Revue des Ausdrucks. Und am Ende definieren wir sogar den Kunstbegriff.

Natürlich wieder dabei: Die schillernden Texte unseres original EBMD-Autor:innenpools, die um uns in einem schwindelerregenden Reigen herumtanzen und unsere Herzen erfreuen. 

Prösterchen

Ihr Pappy, der Redaktionspapgey

Die Texte

Die Autor:innen

Die Sprecher:innen