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Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Diese Seite ist gut, denn sie bietet eine einwandfreie Möglichkeit, in allen Beiträgen herumzustöbern, die im Rahmen von EB&MD veröffentlicht worden sind.

Aktuelle Themen

zu den Themen

Sieh an, sieh an, für diese Ausgabe ist ihr liebstes Radioliteraturmagzins auf Radio Z mal wieder Ausgeflogen: In Urlaubsvertretung duften
"Sie leben im Wald, sie gelten als Waldstädte. So viele davon. Sie haben keine Feuer wie dieses hier. Und sie
"Das war ja mal wirklich Glück im Unglück im Glück im Unglück im Glück im (...)" (Matrjoscka C. Escher)

Neue Textbeiträge

Beiträge Kommentar

blumenleere: ist hungerkunst echt widerstand?!

past, present & future, the shangri-las, singen, nein, sangen die etwa schnurstracks von dem, was ist, was kommt oder doch viel mehr vom verlorenen paradies – our paradise lost –? o, ja! & schon erbluehen dunkle phantasien wie erbsuenden, die uns all die korrupten taten unserer vorfahren auferlegten, in den genen & mittels deprimierender schutthalden, deren fragmentarische natur uns zum hoffentlich – & das zugehoerige nomen starb nicht zuletzt, sondern bereits zuvor – anders wiederaufbauen noetigte. & daher gern ein kurzer exkurs gen geschichte; waren die methoden, mit denen sich wenige menschen auf kosten vieler bereicherten nach geltendem recht nicht...
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Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: Über den Dächern von Vršac

auf einemGrauanstrich folgtdas RotvergangenerTage, wie das Salzim Farbanstrichunserer TRÄNEN nachJahren in Luft aufgelöst…
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Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: THE STOREHOUSE

Vergessen liegt in alten Kartonagenvergilbt am Grau, dass sich erinnern willerst war es still, dann hörten wir Licht krachennein, eine leere Dumpfheit war es, die dazwischen Worte suchte, ein Geräuschdas etwas blechern und eintönig klingterwacht aus einem hohlen Farbenraumder monochrom im Geisterhaften steht nie wieder, hieß das Unscharf aus den Zweifelnder Bruchstücke, die wie ein stummer Filmvorüberziehen und sich überschreiben die alte Schreibmaschine macht klick klickum aus dem Staub den Untergrund zu schluckender brach nach Lethe schmeckt im Morgenlicht…
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Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: Pleasantville II

früher: das Monochrom einer gelebten Wahrheit im Dezimalrausch der RÖHREN GLAS OBERFLÄCHE bis zum kleinsten Geräusch hinein auf Nu l l / T o n gestellt und heute: die bewegten Bilder von damals wie ein Déjà-vu aus alten Begebenheiten heraus. es war der Schnee. fällt leise, weil…
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Beiträge Lyrik

Bastian Kienitz: Neujahr

Gestern war er alt, heute ist er älter geworden und sehnt sichnach den spitzen Zweigen im Wald, dem Anstrich der ihm ebenbei Laune umso bewusster wird. Die Stachelbeeren schmeckengrün sauer und jeder Riss auf seiner Haut liegt aufgebahrt aufbleichen Knochen und jedes Weinglas, das er trinkt, erinnert ihnan diese Zweige, in dem er die Kratzer in den Falten bewahrt.
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Beiträge Kommentar Prosa

Andreas Prucker: Warum

Tvb7ub9 tollwütiges Tanzhaus Liebe.6ghu als Aluhut-Aber-glaube einer Vergangenheit, was gegenwärtig weiter bestehen bleibt.Warum?Baustelle Kultur ist die Baustelle der Zwänge im tollwütigen Eingriffsraum von verzerrter nicht verstandener Liebe. Ich will eine Eingriffszange für mein Gehirn, damit es sich um 180° drehen kann und ich diese neue Dissonanz in der Welt besser verstehen kann. Schon bekommt der Begriff Zangengeburt ein anderes Gewicht. AI als authority income wird uns subtil und leise, wie feige zum neuen Aberglaube bewegen und es ist nicht meine Aufgabe als Care Arbeit, dies falsche verstehen von Sprache zu befrieden und zu verhindern ansieht. Ja, Chat GPT als neuen...
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Beiträge Kommentar

blumenleere: in memoriam novalis

als schwindelnder taumel der tanzenden saiten/erloeschen wir brennend/noch ehe wir sehen/was hinter den bergen & taelern wohl liege/wohin all die stuerme in zukunft uns wehen//& drehen wir rueckwaerts die fastblinden augen/behaupten wir zaghaft verschwimmend konturen/eines heute/laengst gestern/einst morgen gewesen/die stimmen der zeiten/erinnerungsspuren//auch bleibt uns der sand nicht/es leeren sich haende/ach/wirklich/na welche/laengst selbst ja zwischen traeumen verloren//einzig/vergaenglich/zum schwingen des lebens/des augenblicks lupe/durch welchen wir ziehen//
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Beiträge Glosse Prosa

Theobald Fuchs: Wenn die Zukunft mit voller Absicht am Wartehäuschen vorbeifährt

Jetzt hatten sie schon so lange über das Wesen der Zeit nachgedacht, dass es langsam echt Zeit wurde. Für eine Antwort, wie und was das alles, woher sowieso, die Leute waren schon recht ungeduldig geworden. Mit immer neuen Ausreden waren DIE DORT dahergekommen, hatten wirres Zeug geredet, um Zeit zu gewinnen. Dass es ein beträchtliches, also ein echt arschschwieriges Problem sei, hatten SIE gesagt, alleine wenn man daran dächte, wie mörderkurz die Gegenwart sei, jammerten SIE, eigentlich nur der Bruchteil eines Moments und dazu davon noch ganz viele, weil ja jeder Ort im Universum ein eigenes Hier und Jetzt habe,...
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Beiträge Prosa

Silke Gruber: Wie Schwer Es Ist

Herrin im Haus der Seele zu seinwo der Strom häufig ausfälltwo Untermieter Probleme machenwo das teure WLAN nicht bis zum Balkon reichtdie Nachbarn sich über den Wildwuchs beschwerenaus baurechtlichen Gründen kein Carport gebaut werden darffür den Seat Ibiza den ich mir nicht leisten kannden ich manchmal vorbeiflitzen sehe vom Balkon auswo ich kaum mehr Platz finde wegen der Dornendie aus dem Garten herauf ihn sich genommen geholt habenzu Tausenden als wären sie über Nacht gewachsenwährend ich von einem hundertjährigen Schlaf träumtein dem der Koch noch nicht dem Küchenjungender mir immer schon leid tat wie alle Kinder mir leid tundie sie...
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Beiträge Prosa

Martin Fritz: Es wird alles wieder viel zu schnell vorbei gewesen sein

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Beiträge Märchen Prosa

FD: Jetzt

Sie fand sich in einer Art Bibliothek wieder, nur dass in den Regalen keine Bücher standen, sondernGlaskugeln lagen, ordentlich nach Datum und Uhrzeit sortiert, in denen – ähnlich wie in einer Schneekugel – Farben und Bilder wirbelten. Bei genauerem Hinsehen fielen ihr die Beschriftungen auf: Schaukel, Nordseeurlaub, 24.07.1993; Geburtstagskuchen, 01.10.1995; verschüttetes Wasserglas, Grundschule, 16.04.1997. Je weiter sie an den Regalen vorbeiging, desto weiter schritten die Daten voran. Sie ging an „Chemieunterricht, 8. Klasse, 09.05.2003“ vorbei, überging Schulwechsel, Abitur und Studienbeginn, arbeitete sich durch Auslandsaufenthalte, dramatische Trennungen, das erste Mal MDMA. In manchen Kugeln waren klarere Bilder enthalten, andere sehr verschwommen,...
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Beiträge Prosa

Felix Benjamin: Emma Verreist

Hügel und Felsen ziehen vorbei. Papa fährt seit Stunden auf der Autobahn geradeaus, Mama blättert auf dem Beifahrersitz in einem dicken Reiseführer. Auf dem Rücksitz versucht Emilia zu verstehen, was Alice erlebt, nachdem sie durch ein wundersames Loch in der Erde gefallen ist.Sie dreht die Lautstärke ihrer Kopfhörer so hoch wie es geht, doch vergebens. Das Hörspiel wird durch das monotone Brummen des Motors und das Wispern ihrer Eltern übertönt. Emilia blickt auf die bergige Wildnis, die sich entlang der Straße erstreckt, und stellt sich vor, dass es dort draußen Löcher gibt, durch die man in andere Welten geraten kann.„Verdammtes...
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Nur Jetzt

Das Jetztfast vergessen Ins Gesternnoch verliebt Von Morgenschon geträumt Viel zu oft Während der Sandunaufhörlich inmeinen Händen verrinnt Lebenund lieben Das gehtnur Jetzt!
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Jetzt

Vorüberund nicht hinüber Vergangenund nicht gefangen Nichtsist weg Wir sind daund leben Jetzt.
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Beiträge Prosa

Christian Knieps: Quality-Time

Ich bin auf dem Weg in den Keller, um die Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner zu räumen. Tür auf, Wäsche raus, Tür zu, ausschalten, Tür vom Trockner auf, Wäsche rein, Tür zu, einschalten. Ich drücke den Rücken durch, atme tief ein und aus, lausche kurz, nehme mein Handy aus der Hosentasche und möchte ein paar Nachrichten lesen, als von oben ein durchdringendes Kindergeschrei zu mir dringt. Ich stecke das Handy weg, schalte es noch in der Hosentasche aus, laufe nach oben, sehe die Ursache des Geschreis, ärgere mich, worüber die Kinder sich geärgert haben, und erkläre beiden, dass...
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Beiträge Erzählung Prosa

Babara Tatschl: Gipfel der Liebe

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Beiträge Lyrik

Andi Scherzer: Konvolut

mitten unter den schachspielern im parkder blick auf mein handyspringer f5, dazwischen die erkenntnis:mein mantel hat einen knopf verlorenläufer a4 schlägt bauer c6mein display: 27 ungelesene nachrichten,3 anrufe in abwesenheitturm b8, grundreihenmatt In der Stille jener lauen Nacht im Mai:Das offene Garagentor,klaffend greller Schlund.Der eingeparkte Mitsubishiin diesem aufdringlichen Licht.Wie ein Schaukasten, wie Theaterunter den Platz genommenen Dingender Dunkelheit Die Fliege an meiner Decke.Bewegungslos, verharrt alsschwarzer Punkt.Ich beobachte sie, Minuten, reglos.Es wird dunkel, traumlose Nacht. Die offenen TaxitürenFür die letzten (Be-)Trunkenen vorm ClubTief in uns: die zerbröckelnde Nacht 06:30 uhr an dunklen fassadenerste erleuchtete fensternoch nicht ganz festgeklebt Der Faden Rauchvom...
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Beiträge Erzählung Prosa

Jörg Hilse: Der Engel von Köln

Jost Lembergs Frau liebte es ab und zu nach Köln zu fahren, dort über die Hohe Straße zu bummeln und auf dem alten Friedhof Melaten spazieren zu gehen.Sie mochte die Art der Menschen im Rheinland, ihre Lebensweisheiten wie „ Et kütt wie et kütt“ oder „ Et hät noch emmer jot jejange.“ Jost Lemberg kam ein- zweimal mit, doch für ihn blieb Köln eine Stadt wie viele andere die im II Weltkrieg verwüstet wurden. Außer dem Dom gab es kaum interessante Bauten. Auch war er den Stadtoberen ein wenig gram, weil Sie einen gesichtlosen Platz zwischen Dom und Hauptbahnhof nach...
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Verborgen

schwarzes Brettohne Lettern und Zeichen Eine langsame Fahrtins Ungewisse Im trüben Nebelkeine Sicht Verschwommene Schatten,zitternde Gräser Und die bange Frage: Wohin führtder Weg?
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Ungewiss

Der Windschlägt um,beißt dir ins Gesicht Was kommt?fragst du Salz auf deinen Lippenwährend der Horizont verschwimmt Doch die Antwort verbirgt sichim geheimnisvollen Flimmern der Zeit.
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