Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Diese Seite ist gut, denn sie bietet eine einwandfreie Möglichkeit, in allen Beiträgen herumzustöbern, die im Rahmen von EB&MD veröffentlicht worden sind.
Aktuelle Themen
Neue Textbeiträge
Andreas Prucker: Uou0
Oh Luxus,Wegen Dir verliere ich meine bisherige kulturelle Zugehörigkeit,um weiter am gesellschaftlichen Kulturkrampf teilnehmen zu können. Ja 10 Jahre Arbeit nun so auf 3 min. lesen komprimiert.Also ein verdichten der Zeit und auch der Kosten?????und alles nur, für meine eingebildete Arroganz,um neu, unsichtbar als Tourist auf diesem Planeten zu leben. . … und tschüss.
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Andreas Prucker: Luxus
Luxus.Eine Vision ist eine Mission und zur Zeit gibt es nur Vergangenheit als Mission.Etwa das Weltall mit Segelschiffe zu erobern, oder es lebe die Struktur der Autoindustrie.Alle Visionen sind luxuriöse ökonomische Bilder, die uns Wachstum versprechen sollen, für unsere Art zu leben.Eine Vision hierzu ist Jules Verne: Wie schießt man ein Projektil zum Mond. Alle in dieser Geschichte sind Feuer und Flamme über die Größe der Waffe, der Kanone die das möglich erscheinen lässt und schon arbeiten alle am gelingen dieser Mission. Diese Geschichte zeigt, wie sich alle, Politik, Akademien, Militär, Kunst und Betriebe daran beteiligen, um sich zu bereichern.Ob...
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David Telgin: Mein Kompliment
Dumein Kompliment Bei dirzu sein Mit dirmeine Zeitzu verbringen Dich lächelnzu sehen Deine Stimmezu hören Was könnteschöner sein?
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Christian Knieps: Heimwerkerliebe
ich traf sie im Baumarkt ein Spitzengerät mit Schwung und Schleifgarantie eine Schutzmarke einzigartig und wortgewandt mit ihrer scharfen Zunge schliff sie mich rund und lag glatt in meinen Händen | ich nahm sie mit nach Hause und bin bis heute verliebt in ihre Kurven
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Christian Knieps: Die Kunst, sich gemeint zu fühlen
Es ist eine meiner Eigenheiten, die man an sich selbst zunächst gar nicht als besonders empfindet, weil sie sich so nahtlos in den Alltag fügen wie ein falsch eingehängtes Kleidungsstück, das erst auffällt, wenn jemand es einem geradezurückt, nämlich meine ausgesprochene Fähigkeit, anderen Menschen mit präzise platzierten, aufrichtigen und niemals übertriebenen, sondern stets aus einer ehrlichen Beobachtung heraus formulierten Komplimenten eine Freude zu machen – sei es über die feine Art, wie jemand eine Jacke trägt, die von innen zu leuchten scheint, oder über den Klang einer Stimme, die sich wie warmer Honig durch den Tag zieht. Doch gerade diese...
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Theobald Fuchs: Pünktlich am Kipppunkt
Herr Z. ist ein beherrschter Mensch. Doch wie jeder beherrschte Mensch, gibt es irgendwo innen in Herrn Z. drinnen eine Grenze, wo dann der Spaß ein Loch bekommt. Es gibt ja nicht nur bei Klima auf dem Planeten als ganzem, sondern auch in jedem partikelhaften Kleinstindividuum einen Kipppunkt – oder gerne auch mehrere -, auf dessen anderer Seite, am anderen Ende der Wippe, jenseits des Gebirgsgrates sich nichts wieder gut machen lässt. Nichts. Egal wie, selbst für den Menschen mit dem stärksten Willen der Welt keine Chance, das rückgängig zu machen. Das, was gekippt ist, ist gekippt, there is no...
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Mina Reischer: Du spielst wie du willst
Die fünf Menschen, die man…Die fünf Menschen, die einem im Himmel begegnen. Do what is evil.Do all evil.And commit many sins. But do not do evil to me. Das geht nicht. Do not make me do evil to myself.Or I will revenche myself for it, cruelly. Du singst halt falsch.Ich kann den Text halt nicht. Good boy.Good girl. Maybe we have to catch the driver. I am on a very strikt energy diet.I could be dazzled, feel like love or joy or peace or kindness.I don’t want it.I don’t even want it.Willst Du noch mehr ungesund?Ich hab noch mehr Süßigkeiten.Ich...
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Margret Bernreuther: Der Fächer mit dem Pandabären
Jeden Morgen, wenn ich die Wohnung verlasse entdecke ich unten auf der Ablage bei den Briefkästen neue Figürchen oder andere Haushaltsgegenstände.Oft sind es kitschige aber nicht besonders hochwertige Porzellanfiguren. Manchmal ein Gewürzglasrondell. Gestern stand ein Kochbuch zur Anleitung für fettreduzierte Ernährung dort.All diese Gegenstände sind sehr bunt zusammengewürfelt. So war neulich auch mal ein aufwendig bestickter Fächer in einer mit Stoff bezogen Schachtel dort zu finden. Auf dem Fächer zwei Pandabären, die unter einem blühenden Kirschbaum spielen. Die Kiste mit goldenen und roten Stoff besponnen. Auf den ersten Blick, insgesamt ein hübsches Ding, aber trotzdem konnte die Verpackung und Gestaltung...
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Katrin Rauch: Warum Potemkin keine Romane hätte schreiben sollen
oder:lest mich als buch
und reißt mich in seiten
vielleicht bin ich auch gar nicht
manuel neuer Ich bin gekommen, um euch die Wahrheit zu sagen, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, die komplette, ungeschönte Wahrheit, lücken- und schonungslos, full disclosure, volle transparenz in my opinion to be honest. Es wird nichts vage und keine Antworten schuldig geblieben, keine Fragen offen gelassen sein und werden, kein Zweifel soll auf- … Ich bin gekommen und als offenes Buch will ich gehen, was sag‘ ich, als loser Stapel Zettel, Fetzen, Phrasen, Buchstaben. Ich werde mich komplett auseinandernehmen und ihr dürft mich nach Lust und...
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Felix Benjamin: Bohemian Rhapsody
Ich fahre mit meiner großen Schwester in ihrem Auto zur Videothek. Das ist aus zwei Gründen aufregend, denn zum einen sehe ich sie nicht mehr so oft, seit sie ausgezogen ist. Bei jedem Besuch hat sie eine andere Haarfarbe, raucht eine andere Zigarettenmarke und stellt meinen Eltern fast jedes Mal einen neuen Freund vor. Sie ist groß und cool und ich will groß und cool sein. Aufgeregt bin ich aber noch viel mehr, weil die Videothek ein magischer Ort ist, ein Tor zu anderen Welten. Ich habe einen Mitgliedsausweis und deshalb von der Videothek zum Geburtstag einen Gutschein für eine...
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David Telgin: Potemkinsche Dörfer
Nach außendie schöne Fassade Erfolgreichdie Täuschung Schmutzige GeschäfteScheinfirmen und Scheinkonten Sie verkaufendir den Misserfolgnoch als Erfolg Die Geschäftelaufen weiter.
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David Telgin: Nicht verstehen
Nicht wissen,was gemeint ist Böhmische DörferLandschaft voller Fragen Nichtein Wort Schade,aber morgenhöre ich das Gras sprechen.
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Chris Morenz: Dü-Dö-Dü, kein Abschluss unter dieser Nummer
»No song on the radio could be too stupid for my heart… krschhhh…« – Frank klickt sich noch durch ein paar Sender, aber das hat noch nie was gebracht, ebenso wenig wie Prokrastination. Na dann, Radio aus. Der Motor ist auch schon längst aus, mindestens seit drei, fünf, sechseinhalb schlechten Songs. Im Rückspiegel sieht er die sonntagnachmittägliche Vorortstille auf dem Rücksitz bräsig ihren Schweinskopf heben. Sie schaut ihn spöttisch an und lässt (lautlos) einen fahren.Es ist das erste Mal, dass er in dieser Stadt, in dieser Straße ist. Wochenlang hat er es vor sich hergeschoben, dann noch tagelang die Strecke...
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Bastian Kienitz: Tagesschau 07.02.
(Ode, sapphisch) brennen für die Reise. Lift testen. Flüge.flügeln Drohnenhimmel. zig Bilder weiterklärt das Wetter. wird schön äh. fightet übermein Gott adieu. sackte Mann. Maschinentropf. just die Gelderin die Ärmel. nebst Rumgekurve shreddern.oder Trader X und Null meinen. Klasse.stehen mank Querschiff.
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Bastian Kienitz: Dark City
Gehirnmodus: X-tra Large auf Welle EINS-NULL-EINSda bleibt sich jeder fremd beim Übergang spektralzum Individuum ein Zwischenbild in Intervallen: FRAME AUF FRAMEgleich Überblendung deines Bildausschnitts im Rahmen der Verschwiegenheit dein gezeichnetes ICH &DU & das gespiegelte Selbst dazwischen mit der Ge-dankenkraft große, kleine Dinge zu bewegen: ICH GLAUBE DIES NENNT SICH WANDEL!
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Andreas Prucker: Glücksfall
Jede erdachte Freiheit kostet ihren eigenen Preis.Ah Singularität. Raumzeitgrenze und verantwortlich für ein nicht erkennen können.Politik besteht aus eitlen Eigennutz und man steht dadurch immer vor dem nächsten populistischenZufallskrieg.Singular in der Zeit.Die Realität ist das verengte Wurmloch mit ihrer eigenen Raumzeitgrenze als Singularität und demnicht erkennen können von der ganzen Vergangenheit und so auch ein nicht richtiges erkennenkönnen vom zerfließen der Ereignisse in der Gegenwart und dies als Horizont dann sichtbar, anZukunftsorientierungen zu Verfügung steht.Wenn man als Partei nur den Koalitionsvertrag als Wichtig betrachten will und alles andere anzerfließender Gegenwart ausblendet, dann kann man politisch nichts richtig machen und die...
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Matt S. Bakausky – 1000 Jahre Brüz
Herzlich willkommen auf dem Fest der Guten Laune hier in Brütz. Darf ich sie filmen? Nein? Wirklich nicht? Lassen Sie mich bitte in Ruhe! Ja dann halt nicht. Schade, wollte wirklich nicht stören. Nur ein bisschen gute Laune verbreiten hier für Tiktok! Auf jeden Fall bin ich gerade im Brütz und hier wird gefeiert! Was feiern wir eigentlich? Ich will nicht, dass Sie mich aufnehmen. Würden Sie bitte die Kamera wegtun? Oh, ich will doch nur gute Laune verbreiten! Lassen Sie mich doch! Darf ich sie umarmen? Das geht wirklich zu weit! Lassen sie mich in Ruhe! Die Bürger von...
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David Telgin – Schöner Tag
Ein WortEine HandEin Kompliment Mittenim Regen Was dirden Tag rettet.
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David Telgin – Kompliment
Ein KomplimentEin LächelnEin Wachsen In der Wüste.
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Bastian Kienitz: Mystery Channel Realität II (The Call)
zwei Karten Eintritt plusVOR/SPANN/UNG dazu ein Filmpaketmit unbekanntem Namen: Wen interessierendie dunklen Streifen und Silhouettenauf der Filmleinwand, wenn dort nebenanein viel schönerer Film läuft? pure Absichtzwei offene Knöpfe und ein Lächeln,das dir sagt h i n s e h e num willenlos bis zum Grund einzutauchen J. die Explosion flutet Schatten unter die Haut…
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