„Sieh, mein Liebster, all die Bäume,
Die im Sonnenlicht erstrahlen.
Einzig um der Schönheit willen
Taten sie sich bunt bemalen.
Ach, die Welt ist voller Zauber!“
„Meine Kleine, hier weicht Stickstoff
Nur zurück in Stamm und Äste.
Und es bleiben Farbpigmente,
Dass sich keine Laus dran mäste.
Darin liegt ja gar kein Zauber.“
„Aber sieh doch, all die Blätter,
Die im Winde niederschweben.
Einzig um der Schönheit willen
Haben sie sich hingegeben.
Doch, die Welt ist voller Zauber!“
„Blätter fallen nur im Herbste,
Weil der Boden bald gefroren.
Sie verdunsten sehr viel Wasser,
Und der Baum müsste verdorren.
Darin liegt ja auch kein Zauber.“
„Aber hör doch, all die Vögel,
Die ein letztes Mal noch singen.
Einzig um der Schönheit willen
Lassen sie ihr Lied erklingen.
Doch, die Welt ist voller Zauber!“
„Dieser Vogelsang ist nur ein
Territorialverhalten.
Männchen scheuchen ihresgleichen,
Um so ihr Revier zu halten.
Darin liegt erst recht kein Zauber.
Aber hör ich deine Stimme
Lispelnd jene Sätze sagen.
Und dann seh ich deine Schnute,
Der mein Wort will nicht behagen.
Darin liegt ein großer Zauber!“