auf Grund
von…
Liebe
Krakelee
ich auf dem
Zettel
meine Worte so dahin
Das Magazin für Eigenart
auf Grund
von…
Liebe
Krakelee
ich auf dem
Zettel
meine Worte so dahin
Der Staub der Kanäle, das Wechselprogramm,
die Zeitschrift ein Muster für Taten und Drang:
du zappst durch die Stunden (erst vor, dann zurück)
inmitten des Raumes; was hast du doch Glück.
Ein Kind in den Armen, der saugende Mund
in einem Fahrzeug, ich suche dich und
nach einem Zentrum, einer Mitte, die Stadt:
ich fahre und fahre, dass Kind trinkt sich satt.
(aus der Serie Rüstkammer-Phantasien, Blankosonett)
du schweigst im Schatten, Dasein, Vielgesagtes
ALT vor den der, im Kreis der Wirklichkeit
glänzt Altes neu und neues Umkehrbar
durchleuchtet und durchdrungen, Feinabrieb
der lieben Leiden Wiederholungsmuster
und Rüstzeug, um uns wärmer anzuziehen
erst gestern war es Frühling, heute Winter
geknickte Blumen und geknicktes Gras
schon glänzt das Altmetall in trauter Runde
Gouache-Grau und Bleistift auf Papier
den Winkel alter Taten neu zu leben
Traumfolge I: Rüstkammer-Phantasien
die von der Minne bis zur Muse reichen
sang schon die Nachtigall tandaradei…
auf einem
Grauanstrich folgt
das Rot
vergangener
Tage,
wie das Salz
im Farbanstrich
unserer
T
R
Ä
N
E
N
nach
Jahren
in Luft aufgelöst…
Vergessen liegt in alten Kartonagen
vergilbt am Grau, dass sich erinnern will
erst war es still, dann hörten wir Licht krachen
nein, eine leere Dumpfheit war es, die
dazwischen Worte suchte, ein Geräusch
das etwas blechern und eintönig klingt
erwacht aus einem hohlen Farbenraum
der monochrom im Geisterhaften steht
nie wieder, hieß das Unscharf aus den Zweifeln
der Bruchstücke, die wie ein stummer Film
vorüberziehen und sich überschreiben
die alte Schreibmaschine macht klick klick
um aus dem Staub den Untergrund zu schlucken
der brach nach Lethe schmeckt im Morgenlicht…
früher: das Monochrom einer gelebten Wahrheit im Dezimalrausch der RÖHREN GLAS OBERFLÄCHE bis zum kleinsten Geräusch hinein auf Nu l l / T o n gestellt und heute: die bewegten Bilder von damals wie ein Déjà-vu aus alten Begebenheiten heraus. es war der Schnee. fällt leise, weil…
Gestern war er alt, heute ist er älter geworden und sehnt sich
nach den spitzen Zweigen im Wald, dem Anstrich der ihm eben
bei Laune umso bewusster wird. Die Stachelbeeren schmecken
grün sauer und jeder Riss auf seiner Haut liegt aufgebahrt auf
bleichen Knochen und jedes Weinglas, das er trinkt, erinnert ihn
an diese Zweige, in dem er die Kratzer in den Falten bewahrt.
meine Lippen l e s e n deine
unruhigen Minuten in denen sich die Realität
hinter den Flusen des Zigarettenrauches
im Barlicht verliert
du hattest das GRAU an
(gezogen) und ich:
ihm Schatten gespendet
bis alles im Dunkeln o f f e n lag
und sich im Kerzenschein des neuen Morgens
als Schicksalsvogel offenbarte…
am Leuchtturm vorbei geh ich in den
Garten, dort ist das Meer und dahinter
ein sagenumwobenes Land, erhellt
meinen Schattenpelz, welchen wir pflückten
mit dem Tafelband & verschwitzten Händen
auf dem Holztisch lag noch der Morgen
und der Geruch von der Ferne im Gesicht
in dünnen Fäden trat die Sonne ein
und gleich dahinter folgte dein Licht…
dt. Seelenverwandtschaft, Blankosonett
der Wind ist lauter Worte im Verzweigen
am Rand des Leinens, das mit Wachs verschmilzt
verknoten sich zwei Herzen, Körperteile
zu einem Körper, der symmetrisch ist
wie du und ich, da passt kein Blatt dazwischen
und in dem Knoten, ein Stück Zauberkraft
aus Hitzemal und Reibung deiner Lenden
Vintage auf Rot und dazu Sand und Spuren
Geschichte eins: gemeinsam älter(,) werden
wir Träume haben, Glück im Leben und
die Zweisamkeit des Sich-Geborgen-Fühlens
mit Licht am Rand, das tief ins Leinen dringt
um tropfenweise zu dir vorzustoßen:
ich möchte dich in allen Tiefen schonen…