auf einem
Grauanstrich folgt
das Rot
vergangener
Tage,
wie das Salz
im Farbanstrich
unserer
T
R
Ä
N
E
N
nach
Jahren
in Luft aufgelöst…
Das Magazin für Eigenart
auf einem
Grauanstrich folgt
das Rot
vergangener
Tage,
wie das Salz
im Farbanstrich
unserer
T
R
Ä
N
E
N
nach
Jahren
in Luft aufgelöst…
Vergessen liegt in alten Kartonagen
vergilbt am Grau, dass sich erinnern will
erst war es still, dann hörten wir Licht krachen
nein, eine leere Dumpfheit war es, die
dazwischen Worte suchte, ein Geräusch
das etwas blechern und eintönig klingt
erwacht aus einem hohlen Farbenraum
der monochrom im Geisterhaften steht
nie wieder, hieß das Unscharf aus den Zweifeln
der Bruchstücke, die wie ein stummer Film
vorüberziehen und sich überschreiben
die alte Schreibmaschine macht klick klick
um aus dem Staub den Untergrund zu schlucken
der brach nach Lethe schmeckt im Morgenlicht…
früher: das Monochrom einer gelebten Wahrheit im Dezimalrausch der RÖHREN GLAS OBERFLÄCHE bis zum kleinsten Geräusch hinein auf Nu l l / T o n gestellt und heute: die bewegten Bilder von damals wie ein Déjà-vu aus alten Begebenheiten heraus. es war der Schnee. fällt leise, weil…
Gestern war er alt, heute ist er älter geworden und sehnt sich
nach den spitzen Zweigen im Wald, dem Anstrich der ihm eben
bei Laune umso bewusster wird. Die Stachelbeeren schmecken
grün sauer und jeder Riss auf seiner Haut liegt aufgebahrt auf
bleichen Knochen und jedes Weinglas, das er trinkt, erinnert ihn
an diese Zweige, in dem er die Kratzer in den Falten bewahrt.
Tvb7ub9 tollwütiges Tanzhaus Liebe.
6ghu als Aluhut-Aber-glaube einer Vergangenheit, was gegenwärtig weiter bestehen bleibt.
Warum?
Baustelle Kultur ist die Baustelle der Zwänge im tollwütigen Eingriffsraum von verzerrter nicht verstandener Liebe. Ich will eine Eingriffszange für mein Gehirn, damit es sich um 180° drehen kann und ich diese neue Dissonanz in der Welt besser verstehen kann. Schon bekommt der Begriff Zangengeburt ein anderes Gewicht.
AI als authority income wird uns subtil und leise, wie feige zum neuen Aberglaube bewegen und es ist nicht meine Aufgabe als Care Arbeit, dies falsche verstehen von Sprache zu befrieden und zu verhindern ansieht. Ja, Chat GPT als neuen Aluhut finde ich folglich gut.
Ein auflösen von kulturellen Zwängen ist nur dann möglich, wenn ich es über meine Art für mich allein machen kann, was aber in prägender Erziehung kaum akzeptiert wird, da ich mich nicht ganz konform bei Lösungen außerhalb der autoritären Elektronik bewege.
Der kulturelle Krieg als Trieb ist ein manipulativer Eingriff in die Vorstellungen von Liebe und
folglich eine dumme Liebe, oder täusche ich mich und Missstände sollen ja bewusst Missstände bleiben, um damit profitable Geschäftsmodelle, über neue kulturelle Zwänge, als Trend im Zeitgeist über falsch verstandene Sprache zu erziehen.
Wir alle rügen sprachlich alle kriegerische Aktionen und verdienen an politischer sprachlicher Rüstung ungemein dazu und diese kriegerischen Missstände sollen doch deswegen, bitteschön Kriege bleiben.
Ist wie: Das unberechenbare an Trump, ist an den Börsen berechenbarer für neue Gewinne. Also eine schizophrene Welt, die man sich hier erstellt. Man muss nur für sich lernen, damit umzugehen. Somit ist dies alles eine Baustelle von verzerrten Wahrnehmungen, die wir für ein orientieren lieben.
Ja. Die Entfremdung des Menschen von sich selbst nimmt dadurch verstörende Züge an.
Uns Delphine macht es furchtbar traurig, das mitanzusehen.
Ich denke, wir werden euch bald Adieu sagen müssen.
als schwindelnder taumel der tanzenden saiten/erloeschen wir brennend/noch ehe wir sehen/was hinter den bergen & taelern wohl liege/wohin all die stuerme in zukunft uns wehen//& drehen wir rueckwaerts die fastblinden augen/behaupten wir zaghaft verschwimmend konturen/eines heute/laengst gestern/einst morgen gewesen/die stimmen der zeiten/erinnerungsspuren//auch bleibt uns der sand nicht/es leeren sich haende/ach/wirklich/na welche/laengst selbst ja zwischen traeumen verloren//einzig/vergaenglich/zum schwingen des lebens/des augenblicks lupe/durch welchen wir ziehen//
Jetzt hatten sie schon so lange über das Wesen der Zeit nachgedacht, dass es langsam echt Zeit wurde. Für eine Antwort, wie und was das alles, woher sowieso, die Leute waren schon recht ungeduldig geworden.
Mit immer neuen Ausreden waren DIE DORT dahergekommen, hatten wirres Zeug geredet, um Zeit zu gewinnen. Dass es ein beträchtliches, also ein echt arschschwieriges Problem sei, hatten SIE gesagt, alleine wenn man daran dächte, wie mörderkurz die Gegenwart sei, jammerten SIE, eigentlich nur der Bruchteil eines Moments und dazu davon noch ganz viele, weil ja jeder Ort im Universum ein eigenes Hier und Jetzt habe, also sei man mit unendlich vielen Gegenwarten konfrontiert, klagten SIE, was per se keine schöne Situation sei, und dann auch noch der Druck von der Straße. Leute, die fordern, endlich die Wahrheit mitgeteilt zu bekommen, Leute, die nicht länger warten wollen. jetzt Ergebnis her, aber zack! Sonst Schluss, es reicht, ihr hattet genug Zeit.
Unterm Strich, global betrachtet keine einfache Gemütslage. Umso erstaunlicher, dass es dann doch noch klappte, das mit der Antwort, dass also wirklich DIE DORT die Lösung fanden, alles erklärt werden konnte, komplett in Einklang mit dem Dings, der Relativität, nicht wahr? Und dem Trick mit den Uhren, mit der Urzeit ohne サhォ auch – muss man gar nicht weiter ausführen, weil das ja automatisch folgt, wenn man die Lösung kennt.
In einem Wort: Wahnsinn! Die Lösung verblüffte alle. Wegen ihrer Einfachkeit mit サkォ zum einen, das war kaum zu glauben, wie simpel, dass da vorher, also vor DENEN niemand darüber gestolpert war, aber na gut, manchmal findet man ja selber etwas nicht, und am Ende sitzt du auf der Fernbedienung. Und andererseits – was war das nochmal, jetzt muss ich selber nochmal kurz nachdenken, Moment… ach ja, die Lösung ließ sich absolut verständlich in unter einer Minute erklären, als ob es ein Nichts wäre, aber das hatten wir schon, genau.
Und zum anderen wurde klar, dass wir es halt auch schon immer gewusst hatten, bloß halt nicht kapiert, dass das so ist. Dass man wirklich soo lange auf dem Schlauch stehen kann – geschenkt. Auch zwei Mal wegen mir. Aber eigentlich hätten DIE DORT schon etwas früher darauf kommen können, ich meine, wie stumpf kann man sein? Niemand wartet gerne. Da sind SIE wirklich in der letzten Sekunde rübergekommen mit Brauchbarem, arschknapp. Aber jedenfalls hat sich diesmal das Warten echt gelohnt, mega Hammer die Auflösung, wirklich echt. Soderle, und ich muss jetzt wirklich weiter, Tschaui!
Herrin im Haus der Seele zu sein
wo der Strom häufig ausfällt
wo Untermieter Probleme machen
wo das teure WLAN nicht bis zum Balkon reicht
die Nachbarn sich über den Wildwuchs beschweren
aus baurechtlichen Gründen kein Carport gebaut werden darf
für den Seat Ibiza den ich mir nicht leisten kann
den ich manchmal vorbeiflitzen sehe vom Balkon aus
wo ich kaum mehr Platz finde wegen der Dornen
die aus dem Garten herauf ihn sich genommen geholt haben
zu Tausenden als wären sie über Nacht gewachsen
während ich von einem hundertjährigen Schlaf träumte
in dem der Koch noch nicht dem Küchenjungen
der mir immer schon leid tat wie alle Kinder mir leid tun
die sie nichts dafür können
wie niemand etwas dafür kann
dass wir hier sind
in uns selbst zu Hause sind
wo uns ein Wille antreibt
und ein anderer dagegenzerrt
wo uns ein Kopf ein Gefühl vermiesen will koste es was es wolle
wo uns ein Gefühl den Kopf verdrehen will koste es was es wolle
die Gurgel umdrehen
wo eine Horde aus Stimmungen ständig große Pause hat im Pausenhof
große Pause hat im Pausenhof an einem Starkföhntag
und am nächsten Tag Wandertag
aufgezwirbelt, kurz bevor der Schnee kommt, aber ohne Aufsicht !
Die Stimmungshorde kann niemanden fragen, wie weit es noch ist
sie weiß nichts über das Ziel (welches Ziel?)
liegt es außerhalb
oder in uns
wo wir zu Hause sind
(in unserm Seelenhaus)
wo wir Herrinnen und Herren sein sollen
alle Räume mit Brandschutzmeldern versehen haben sollen
anstatt sie einfach abzuschrauben: regelmäßig deren Batterie austauschen sollen
wissen sollen wo im Brandfall die Brandschutzdecke liegt
die wir bei Bezug gekauft haben sollen und wo der Feuerlöscher
für dessen regelmäßige Wartung wir ebenfalls selbst zuständig sind
den Fluchtplan kennen. den Notfallplan! die Notausgänge!
den sichersten und gleichzeitig schnellstmöglichen Weg hinaus !!
aber
aus dem Seelenhaus
gibt es keinen Weg hinaus
es ist eine Seelenwelt
die wir nicht verlassen können
und sei es nur für einen Kurzurlaub übers Wochenende
und sei es nur für das first date mit der älteren Frau (Ende 50 wird sie sein)
in deren sanftmütigen Blick wir uns via Internet verliebt haben
wegen unserem Mutterkomplex
nicht einmal für einen Kaffeebesuch bei einer lieben Freundin auf ein Glas Wein
nicht einmal das, überallhin tragen wir es mit
das Seelenhaus mit seinem Saustall
können ihn nicht einmal eine halbe Stunde hinter uns lassen
und in ein sauberes frisch-geweißeltes frisch-bezogenes frisch-renoviertes restauriertes anderes Seelenhaus gehen
höchstens einen Blick können wir werfen von „daheim“
nur aus dem Fenster können wir uns beugen mit dem Fernglas
immer müssen wir im eigenen bleiben
und uns kümmern: um Silikonfugen
um mögliche Schimmelspuren in Silikonfugen
um Energiesparlampen
um ausreichend Geschirrspülsalz im Geschirrspüler
um regelmäßiges Stoßlüften (das Seelenhaus will durchlüftet sein)
um halbjährliches Drücken der Kontrolltaste im Sicherungskasten
um den Austausch von Silikonfugen
um den Austausch von undichten Dichtungen
um den Austausch –
um die Kontrolle der Stimmungshorde (um ihre Beaufsichtigung)
um das eine Gefühl das besonders kleine
das sich im Keller eingerichtet versteckt hat
vor dem anderen mit dem Schwanz
das im Dachboden sein nachtaktives Unwesen treibt
das dort Nacht für Nacht Fotze serviert (aber nur dem eigenen Spiegelbild)
das den Ausgang aus dem Dachboden vergessen hat
den Abgang nicht mehr findet
weil es seit Jahrzehnten nur noch den Blick in den Spiegel kennt
aus dem die servierte Fotze herauslacht mit ihrem mega Outfit
das anti-peoplepleasing schreit und „Schau mal endlich auf dich selbst!“
zur stetigen Innenschau will die servierte Fotze verfluchen
mit ihrem Selbstbewusstsein
das sie sich aus streng vernähten Wunden hart erarbeitet hat
an das sie fast schon selber glaubt
wie sie auch schon fast glaubt an das eine winzige Gefühl
das sich im Keller eingerichtet hat
oder sind es mehrere
wie schwer es ist Herrin im Seelenhaus zu sein
wo es keinen Weg gibt hinaus höchstens in den Garten
wo die Buche vielleicht gefällt werden muss
was den Nachbarn nur recht wäre
die froh sind dass es kein Carport gibt
auf dem kleinen Kiesplatz neben dem Eingang
wo sich das Unkraut bewegen darf quasi frei bewegen darf
wo ich meinen Müll. trenne. in drei. große. Tonnen.
meinen Haus-Müll mehrmals die Woche
aus dem Haus hinaus in den Garten
der selbstverständlich zum Haus gehört
für den ich genauso verantwortlich bin
obwohl ich die Buche nicht einmal selbst gepflanzt habe
dass sie sich der Gemeindegärtner einmal ansieht bitte
während ich vielleicht höchstens am Balkon
der längst den Dornen gehört
über die sich die Nachbarn beschweren zwecks Ortsbild
die Nachbarn bei denen viel öfter Pakete abgegeben werden
bezogen aus ihrem WLAN das sie am Dachboden und im Keller nutzen können
wo sie (nach dem Vorbild der Nachbarn)
ihre eigenen Fotzen servieren dem eigenen Spiegelbild
neben den E-Bikes und Gravelbikes die den Winter überdauern dort
wo Amadeus, das Übungsvoltigierholzpferd der Tochter, den Winter überdauert
wo sie hingehen zum Lachen und Saufen und um Dinge zu über-lauern
und um zu trainieren nicht nur auf der Hantelbank
für den nächsten Firmenlauf wo sie diesmal achteinhalb Kilometer anpeilen
und am Zielfoto unbedingt besser aussehen wollen als beim letzten Mal
wo sie vorher nicht im Solarium waren
wo noch die Nachbarin mitgelaufen ist
bei der wesentlich öfter Pakete abgegeben werden
(die am Foto aber auch nicht besser aussieht Gott sei Dank wird schon am Fotografen liegen)
die sich früher gern über die Carports beschwert hat
die nie zur Eigentümerversammlung kommt (sie tut mir irgendwie leid)
die anscheinend was mit dem Gemeindegärtner hat
die hundertprozentig lesbisch ist (wann Outing!?)
die man in letzter Zeit überhaupt nicht mehr zu Gesicht bekommt
die ihr E-Bike das ganze Jahr draußen stehen lässt
von der man eigentlich schon nichts mehr hört
seit sie es für sich allein hat: das ganze, schöne Haus (die glückliche!)
Sie fand sich in einer Art Bibliothek wieder, nur dass in den Regalen keine Bücher standen, sondern
Glaskugeln lagen, ordentlich nach Datum und Uhrzeit sortiert, in denen – ähnlich wie in einer Schneekugel – Farben und Bilder wirbelten. Bei genauerem Hinsehen fielen ihr die Beschriftungen auf: Schaukel, Nordseeurlaub, 24.07.1993; Geburtstagskuchen, 01.10.1995; verschüttetes Wasserglas, Grundschule, 16.04.1997. Je weiter sie an den Regalen vorbeiging, desto weiter schritten die Daten voran. Sie ging an „Chemieunterricht, 8. Klasse, 09.05.2003“ vorbei, überging Schulwechsel, Abitur und Studienbeginn, arbeitete sich durch Auslandsaufenthalte, dramatische Trennungen, das erste Mal MDMA. In manchen Kugeln waren klarere Bilder enthalten, andere sehr verschwommen, wieder andere schienen sich im Moment des Daraufschauens zu verändern. Oder waren sie in einem ständigen Prozess der Veränderung?
In der Ferne konnte sie sehen, wie sich das Regal auflöste, klare Ordnung ging in eine Wolke über. Als sie ihr näher kam, wurde ihr klar, dass auch die Wolke aus tausenden kleineren und größeren Glaskugeln bestanden, alle gefüllt mit einer Art farbigem Rauch. Manchmal schien sich hier und da ein Bild zu manifestieren, bevor es sich plötzlich wieder auflöste. Alle paar Sekunden verfestigte sich in einer Kugel ein Bild und sie reihte sich in das letzte Regalfach ein. Sie las die Beschriftung der letzten Kugel, die gerade in das Regal gerollt war: Traum, Gedächtnisregal, letzte Kugel 20.05.2025, 15.34 Uhr. Dem folgte die nächste Kugel, darin zu sehen das Schildchen, das sie eben gelesen hatte: Traum, Gedächtnisregal, letzte Kugel, 20.05.2025, 15.34 Uhr. Darunter die Beschriftung: Traum, Regal, Beschriftung der letzten Kugel, 20.05.2025, 15.34 Uhr.
Neben ihr war in den letzten Augenblicken eine Figur erschienen, die sie nun mit strengen Augen ansah. „Vergangenheit und Zukunft. Deine Aufgabe ist es, den gegenwärtigen Augenblick einzufangen“, sagte die Figur und reichte ihr einen Köcher, mit dem man vielleicht Insekten oder Schmetterlinge fangen könnte. Sobald sie den Köcher in der Hand hatte, war die Figur wieder in die Ferne gerückt. Aber die Aufgabe schien ihr außerordentlich dringlich und mit der Nichterfüllung eine gehörige Strafe einherzugehen. So machte sie sich sofort daran, mit dem Köcher aus der Glaskugel-Wolke Glaskugeln zu fangen. Hatte sie jedoch erfolgreich eine Kugel mit dem Köcher erwischt, schien sich diese sofort in Luft aufzulösen, um dann augenblicklich mit Schildchen und Beschriftung versehen im Regal wieder aufzutauchen. Egal wie schnell sie versuchte, eine Kugel einzufangen und festzuhalten, sofort war sie wieder verschwunden.
„Glaskugel-Traum, Versuch Nr. 12, 20.05.2025, 15.35 Uhr“, las sie auf dem letzten Schildchen und schlug umso energischer mit dem Köcher auf die Kugeln ein.
„Das ist doch ganz unmöglich!“, schrie sie zu der Figur im Hintergrund.
Da wachte sie auf, etwas verschwitzt, aus dem Mittagsschlaf auf dem Sofa. Wo war sie? Welcher Tag war es? Ihre Uhr zeigte 15.36 Uhr.