Zwiebel, Buchstabennudeln, Karottenstücke und Sellerie. Mit heißem Wasser kochen. Jeder muss seine eigene Suppe auslöffeln. Aus Spaß wurde Ernst. Ernst ist jetzt 20 Jahre alt. Und er sagt: Meine Suppe ess ich nicht, meine Suppe ess ich nicht, wenn schon spuck ich sie dir ins Gesicht. Kein anderer Vater musste soetwas ertragen. Ich sitze hier im Waschsalon und denke an Suppe und meinen Sohn Ernst. Noch 28 vorbeifahrende Autos dann ist die Wäsche fertig. Kein anderer Bakausky hat soetwas ertragen müssen. Zwiebel, Buchstabennudeln, Karottenstücke und Sellerie. Mit Wasser aufkochen. Was hat sie gesagt? Meine Ideen sind ja ganz gut, nur müsste die Geschichten jemand anderer schreiben. Jetzt reicht es! Ich nehme Ernst Kopf von hinten und stopfe ihn in die heiße Suppe. Er schreit auf, sein Gesicht ist ganz rot verbrannt. Ich frage ihn: Schmeckt dir die Suppe? Er sagt nur: kein anderer Sohn hat soetwas je ertragen müssen! Ich gehe aus dem Raum. Zurück in den Waschsalon. Noch zwölf Passanten müssen vorbei laufen dann ist die Wäsche fertig. Zum Glück habe ich keine Kinder. Ernst tut mir jetzt leid. Mit seinem Suppenkaspargesicht auf das ewige entstellt. Und wie immer ist nichts los im Waschsalon. Ich sitze im Massagesessel, der ist kaputt und beobachte die sich drehende Wäsche. Zwiebel, Karottenstücke, Buchstabennudeln und Sellerie. Schön heiß aufkochen sodass die Poren sich beim Essen auch öffnen. Mein Name ist Bakausky und ich lebe im Waschsalon. Das nächste mal schreibe ich über die Waschsuppe in der Maschine.